NED Frank Luiten: Eurotest: Entwicklungsgang in Kürze
LECTURE
Frank Luiten: Eurotest - Entwicklungsgang in Kürze
PRESENTATION to IVSI Congress,
MATRA, Hungary 26 January 2009
Eurotest: Entwicklungsgang in Kürze
Der Verband SNMSF in Frankreich erkannte bereits früh, dass sich Europa mit dem freien Personen-, Waren- und Dienstleistungsverkehr mehr öffnen und sich durch den EU-Beitritt von ehemaligen Ostblockländern ausweiten wird, was das Monopol von ESF gefährdet.
Mit der EU-Richtlinie 92/51/EWG fand sich ein geeignetes Hintertürchen zur Lösung des Problems. Diese gab grünes Licht zur Durchführung einer Eignungsprüfung für ausländische Lehrer (anstatt der Auswertung ihrer Diplome und Erfahrung, und/oder Gewährung einer ausübenden Zeitspanne). Diese Ausnahmeregelung zur EU-Richtlinie 92/51/EWG, die eine solche Eignungsprüfung festlegt, erhielt die Bezeichnung "Sondergenehmigung".
Als vordergründiges Ziel und Hauptargument, einem Land die Eignungsprüfung bzw. die entsprechende Sondergenehmigung zur EU-Richtlinie 92/51/EWG einzuräumen, wird die öffentliche Sicherheit genannt. Diese Sonderrechte wurden aufgrund zwingender Gründe des Allgemeininteresses erteilt, mit besonderer Gewichtung der Aspekte Sicherheit und Unfallverhütung.
Zusammen mit Italiens Collegio Nazionale (nicht AMSI!!) und Österreichs ÖBSV führten sie den Eurotest (von ENSA Chamonix entwickelt) als ihre Eignungsprüfung ein.
Zwischen dem Bestimmungs- und Herkunftsland müssen gewichtige Ausbildungs-unterschiede vorliegen, damit eine Nation eine Sondergenehmigung für die Durchführung von Eignungsprüfungen zur Anerkennung beruflicher Befähigungsnachweisen erhält.
Kurz vor 2000 wurden die BASI-Prüfungen mit 4 Beobachtern durchgeführt. Das Ergebnis war, dass KEIN wesentlicher Unterschied festgestellt werden konnte!!
Auf Druck von Brüssel arbeitete BASI dann eine Kompromisslösung mit Frankreichs SNMSF aus. Teil dieses Abkommens war, dass den Mitgliedern mit BASI-1, die älter als 35 Jahre sind, automatisch die Gleichstellung, zusammen mit dem Euro-Ski-Pro-Pass, zugesprochen wird. Zudem wird der Eurotest auch in Schottland durchgeführt.
Anstatt sich mit den nicht-alpinen Ländern (Skandinavien, Beneluxstaaten und Deutschland) zu vereinen, beugte sich BASI dem Druck von Brüssel und Frankreich und trat der FIÖ bei, deren Mitglieder sich für den Eurotest aussprechen und diesen auch organisieren.
(Mit diesem Zusammenschluss bevorzugte der Vorstand von BASI nicht die Wahrung der Interessen der Mehrheit, sondern die einer mächtigen Minderheit, bestehend aus Lehrern mit höheren Diplomen, und insbesondere jene der in Frankreich tätigen britischen Skischulen, deren Interesse bestimmt nicht darin besteht, den Eurotest zu bestehen.
Hätte Grossbritanien nicht die Seiten gewechselt, würde der Eurotest höchstwahrscheinlich nicht so bestehen, wie wir ihn heute kennen).
Auf dem Weg zur Brüsseler Einigung vom März 2000
- Um Druck auf die teilnehmenden Länder auszuüben, wendete Frankreich die "Zugeständnismethode" (abgesonderte Übereinkommen) an; wenn sich eine Nation mit dem Eurotest einverstanden erklärt, wird den über 35-jährigen Lehrern dieser Nation automatisch die Gleichstellung sowie der Euro-Ski-Pro-Pass angeboten. Alle anderen gegenwärtigen und zukünftigen Lehrer dieser Nation wären verpflichtet, den Eurotest zu machen.
- Anlässlich der Vorbereitungsgespräche in Lyon (im Vorfeld des Brüsseler Treffens), brachte Frankreich mehr als einmal das Argument vor, dass durch die EU-Erweiterung ein Zustrom von gegen 10'000 bis 15'000 Lehrkräften aus dem Ostblock zu erwarten sei. (= ein klares Indiz dafür, dass der Eurotest nicht auf die öffentliche Sicherheit, sondern auf Protektionismus abzielt).
- Mit der Absicht, dass sich die Teilnehmer am Treffen in Lyon und Grenoble nicht entsprechend vorbereiten können, händigte der Organisator Frankreich des Öfteren die Informationen anstatt rechtzeitig vor den Sitzungen, erst während den Gesprächen aus.
HAUPTARGUMENT = SICHERHEIT
Die Berechtigung von Ländern, ausländische Skilehrer einer Eignungsprüfung zu unterwerfen (der Eurotest besteht aus einem Riesenslalom, für den Rennfahrer die Richtzeit vorlegen) bedeutet die Ergreifung von Massnahmen zu einer verstärkten Sicherheit auf öffentlichen Skipisten. Das ist selbstverständlich Unsinn. Es wäre dasselbe, als wenn zur Förderung der Strassenvekehrssicherheit von einem gewöhnlichen Fahrlehrer die Fähigkeiten eines Formel-1-Piloten verlangt würden.
Der grösste Teil von skitauglichem Gelände ist öffentlich zugänglich: Die Skipisten sind rot, blau und schwarz gekennzeichnet, gewartet, präpariert, abgesichert und überwacht. Zudem müssen sich die Pisten weit abseits von lawinengefährdeten Hängen befinden. Dieses öffentlich zugängliche Gelände ist ein sicheres Gebiet. Die öffentliche Sicherheit ist dort nicht in Gefahr!
Ich zitiere Norbert Barthle, Bundestagsabgeordneter, anlässlich des INTERSKI Kongresses 2003:
"Es ist eine Tatsache, dass die meisten Skifahrer in unseren Skigebieten auf sicherem und überwachtem Gelände skifahren. Sogar unter jenen Skifahrern, welche die präparierten Pisten verlassen, fahren die meisten auf Wegen und Gelände, die unweit der signalisierten Pisten entfernt sind. Im Grossen und Ganzen darf bestimmt behauptet werden, dass sich die mit Skiliften und anderen Einrichtungen strukturierte Landschaft in ein überwachtes und mehr oder weniger gut abgegrenztes Sportgelände verwandelt hat.
Hinsichtlich des Sicherheitsaspekts stellt sich eine weitere Frage. Ich spreche hier nicht den Touristen, sondern die Teilnehmer von Skikursgruppen an, die nicht durch entsprechende Gesetzesverordnungen seitens der Skischule, oder folglich über die EU-Regelung, geschützt sind. Ich beziehe mich hier z. B. auf Schulklassen, Vereinskurse, Trainingsgruppen, Jugendsportgruppen und viele mehr. Haben Kinder und Jugendliche in einer Schulklasse weniger Anrecht auf Sicherheit als Kinder in einer Skischule? Ist das Leben von Vereinsmitgliedern weniger wertvoll? Treffen die Risiken der Bergwelt ausschliesslich auf Skischüler zu und trainierende Rennenfahrer sind davor geschützt?"
Obwohl wir hier festhalten wollen, dass es sich beim Eurotest um einen mehr oder weniger objektiven Test handelt (je nach Umständen kann das Ergebnis sehr unterschiedlich ausfallen), hat der Eurotest mit Sicherheit nichts zu tun.
Der grösste Fehler unterlief damals den EU-Funktionären ("Bürokraten") in Brüssel, die dem heftigen und wirksamen diplomatischen Druck Frankreichs nachgaben und die vorgelegten Statistiken von Frankreich ohne grosse Umschweife akzeptierten.
Die Statistiken wurden zu jenem Zeitpunkt niemals auf ihre Richtigkeit überprüft. Eine Recherche hätte sehr wohl aufgezeigt, dass die meisten Lawinenopfer ihr Leben im Beisein von äusserst erfahrenden Führern und Lehrern oder ohne jeglichen Führer, verloren.
Protektionismus
Die Sondergenehmigung für die Durchführung einer Eignungsprüfung wurde für folgende Berufsgruppen eingeräumt:
FRANKREICH; Skilehrer, Tauchlehrer, Fallschirmsprunglehrer
ÖSTERREICH: Skilehrer, Skilehrer-Anwärter, Skilehrer mit Universitätsabschluss, Skitourenführer, Langlauflehrer, Langlauflehrer-Anwärter, Bergführer, Bergführer-Anwärter
ITALIEN: Skilehrer, Bergführer
DEUTSCHLAND: Skilehrer, Langlauflehrer, Skitourenführer, Bergführer
Zweifelsohne anerkennen wir einen echten Risikofaktor bei den Ausbildungsaktivitäten im Hochgebirge oder von Sportarten wie Fallschirmspringen oder Tauchen.
Aber wo um Himmels Willen liegt die Lebensgefahr eines Skifahrers unter der Führung eines 'Skilehrers mit Universitätsabschluss'? Oder wo verbergen sich die Gefahren bei einem Langläufer während des Unterrichts mit einem 'Langlauflehrer-Anwärter'?
(Die Erklärung hierfür könnte sein, dass sich für Österreich das Ministerium für Wirtschaft anstelle des Ministeriums für Sport und Kultur an den Verhandlungen beteiligte).
Einen Sinn sehen wir in einem Test Euro Sécurité für Lehrer der höchsten Stufe, die mit ihren Kunden weit abseits der Piste fahren. Was wir aber nicht verstehen:
- WESHALB wird der Eurotest nur bei berufsausübenden Lehrern verlangt? Weshalb nicht auch bei Aushilfskräften (IVSI), wenn die Problematik nicht den kommerziellen Selbstschutz, sondern die öffentliche Sicherheit darstellt?
- WESHALB um Himmels Willen sollen minderqualifizierte Lehrer in sicherem Gelände, das überwacht und präpariert ist, nicht unterrichten dürfen?
- WESHALB wurde während der letzten 16 Jahre, anlässlich der Holland-Woche (wenn ca. 5'000 holländische Skisfahrer nach Val Thorens kommen, darunter viele mit ihrer holländischen Skischule) den ca. 200 Skilehrern mit allen möglichen Arten von Diplomen erlaubt, ihre holländische Kundschaft in dieser Hochgebirgsregion zu unterrichten?
Die Antwort lautet in allen Fällen gleich: "Es geht hier um die Wirtschaft!" Nicht die Sicherheit, sondern die Geschäftsinteressen stehen im Vordergrund - und geschützt werden die eigenen Interessen.
Einwände
1. Wie oben bereits erwähnt, ist der Eurotest ein rein zum Selbstschutz bestimmtes Instrument für die Alpenländer. Wir sind gegen Protektionismus und noch vehementer gegen Protektionismus, der unter falschem Vorwand ("öffentliche Sicherheit") betrieben wird.
2. Wir sind ebenfalls nicht einverstanden damit, dass andere Länder für unsere Ausbildungskurse Grenzen setzen. Wie alle anderen Nationen, verfügen auch wir über ausreichenden Sachverstand, um unseren eigenen Kursinhalt und unsere eigenen Grenzen und Kriterien festlegen zu können.
Wir haben nichts dagegen, wenn Frankreich schnelle Skifahrer bevorzugt und den Eurotest befürwortet. Frankreich kann sich dies leisten, weil das Land eine wettkampforientierte Skikultur besitzt. Dort gibt es viele junge Anwärter, die bereit sind, diese Prüfungen abzulegen.
In Holland setzen wir unsere Schwerpunkte auf Methodik und Didaktik und sind fest davon überzeugt, dass wir nicht über schlechtere Lehrer verfügen oder dass durch uns die öffentliche Sicherheit mehr gefährdet wird.
UND WENN unter dem Strich leichte Unterschiede zwischen französischen und niederländischen oder zwischen dänischen und schweizerischen Grenzen bestehen, möge das so sein. Die öffentliche Sicherheit wird das nicht beeinträchtigen.
3. Minderqualifizierten Lehrern aus dem Ausland ist es erlaubt, wenn auch nur als Trainee und während höchstens 4 Jahren (ausser sie bestehen den Eurotest während dieser Zeitspanne), in ESF-Skischulen zu arbeiten. Hinsichtlich ihrer sprachlichen Kenntnisse sind diese Trainees unterbezahlt und werden ausgenutzt.
Gerichtsfälle
In dieser Angelegenheit sind bereits einige Gerichtsverfahren hervorgegangen. Hervorzuheben ist hier der Fall von
- Mattias Prinz, Snowboardlehrer aus Deutschland; Klage vor französischem Gericht; Herr Prinz gewann diesen Fall
- Harald Kiedaisch; Klage vor österreichischem Gericht; Herr Kiedasch gewann diesen Fall
Erst kürzlich klagte die französische Organisation SNELM/SNEP sowohl SNMSF als auch BASI wegen angeblicher Fälschung von Diplomen vor dem französischen Gericht an. Siehe hierzu die von Hugo Reider (Generalsekretär von ISIA) zugesandten Dokumente.
Was ist mit ISIA ??
2005 - Generalversammlung in Levi, Finnland: Die Delegierten entschieden, dass das ISIA-Präsidium ein Anerkennungsgesuch an die EU in Brüssel einreichen soll.
(Anfang 2006 trifft sich das ISIA-Präsidium mit Herrn Visée und Frau Guidicelli in Brüssel).
2006 - Generalversammlung in Borovetz, Bulgarien. Das ISIA-Präsididum verspricht, erste Schritte zur Errichtung einer Plattform für EU-Nationen einzuleiten und alle Mitglieder mittels Briefen zu informieren.
(Diese Briefe erhielten wir nicht - gar nichts erhielten wir).
2007 - Generalversammlung in YongPyong, Südkorea: Plötzlich ist die Plattform vom Tisch. Das Präsidium schloss ein Abkommen mit dem FIÖ und stellte uns eine an den Eurotest gekoppelte Pyramide vor!!!
Hintergrund zu dieser Kehrtwendung
Frankreich und Österreich drohten dem ISIA-Präsidium in einem Schreiben, dass sie aus dem internationalen Verband austreten würden, falls diese Idee der Plattform weiter verfolgt würde.
Beide Seiten, sowohl das ISIA-Präsidium als auch die FIÖ, gingen dann gegenseitig Kompromisse ein.
(Es muss hier angefügt werden, dass die Beibehaltung des Eurotests - ein Instrument das allein dem Selbstschutz dient !! - letztendlich im Interesse aller Alpenländer ist, nicht bloss der FIÖ. Man darf aber nicht vergessen, dass mit der Zusammensetzung des Präsidiums sowie dem ISIA-Abstimmungsverfahren, die Wählermehrheit bei den Alpenländern liegt!)
Mit dem Eingehen auf Österreichs und Frankreichs Erpressung überging das ISIA-Präsidium die Interessen ihrer Mitgliedermehrheit und gab stattdessen zwei Alpenländern den Vorzug.
LÖSUNGEN & PRIORITÄTEN
1. BEIM EUROTEST GEHT ES NICHT UM DIE SICHERHEIT - ALSO GEHÖRT DIESER TEST ABGESCHAFFT
Gemeinsam müssen wir die EU-Verantwortlichen in Brüssel davon überzeugen, dass der Eurotest in keiner Weise etwas mit der öffentlichen Sicherheit zu tun hat. Folglich sollen die Alpenländer nicht weiter dazu berechtigt sein, ausländische Skilehrer einer solchen Eignungsprüfung zu unterwerfen. Das Ergebnis aus dem Eurotest ist ziemlich verheerend. Er zielt alleine darauf ab, Lehrkräfte aus dem Ausland abzublocken. Er bildet eine grosse Schranke, die zum reinen Selbstschutz dient, indem ausländische Lehrer fern gehalten werden. (Ausserdem funktioniert das Vorgehen sowieso nicht, wenn man die Anzahl der im Alpenraum tätigen, ausländischen Lehrer betrachtet. Es ist schlicht unmöglich, alle Pisten zu überwachen).
Beispiel: Italiens Collegio Nazionale gehört zwar der FIÖ an, nicht aber der italienischen AMSI. Ganz Tretino hat sich gegen den Eurotest gesträubt. Weshalb wohl?
(Würde der Eurotest wirklich zur Förderung der öffentlichen Sicherheit dienen, hätten die USA - mit all ihren Anwälten!! - diese mit Bestimmtheit schon längst vor Europa erfunden und angewendet).
Falls dieses gemeinsame Anstreben rechtliche Schritte mit sich ziehen wird, sollten wir diesen Fall kollektiv vorbringen und die Kosten aufteilen. Der erste Schritt wäre ein unmissverständliches Schreiben an Brüssel, das von allen Skilehrerverbänden jener Länder unterzeichnet sein würde, welche mit uns einig sind, dass es sich beim Eurotest nicht um den Schutz der öffentlichen Sicherheit handelt, sondern um den Schutz eigener Interessen.
2. SYSTEM ZUR GEGENSEITIGEN DIPLOMANERKENNUNG
Mobilität und Flexibilität sind heutzutage und insbesondere im (Winter)-Tourismus unentbehrlich. Wenn wir Mobilität gewährleisten wollen, dann sollten wir an einem gemeinsamen System zur gegenseitigen Anerkennung der Diplome von Skilehrern arbeiten!! Nebst den ausländischen Lehrern würden davon in erster Reihe die Alpenländer profitieren: Sie ermöglicht ihnen eine bessere Dienstleistung (Verständigung) mit ihren ausländischen Gästen und zudem bringen ausländische Lehrer viele Touristen aus ihrem Land mit. Es ist einfach lächerlich, dass Schweizer Diplome in Frankreich nicht anerkannt sind.
Auch ist unverständlich, weshalb die niederländische Stufe A von Österreich nicht anerkannt wird, obwohl der Kurs im Vergleich zum Anwärterkurs in Österreich höher und zeitintensiver eingestuft wird.
Diplome tieferer Stufen könnten, sofern machbar oder notwenig, mit den farblich normierten Pistenbezeichnungen blau, rot und schwarz verknüpft werden. Unterricht auf und bis max. 100 m abseits der Piste wird als öffentlich zugängliches Gelände angesehen. Auf diese Weise sollten eigentlich keine Einschränkungen gelten.
3. SICHERHEITSPRÜFUNGEN FÜR SKILEHRER
Unserer Ansicht nach werden zwei unterschiedliche Sicherheitsprüfungen benötigt. Ausländische Lehrer (eigentlich alle Lehrer) sollten mindestens eine einfache Sicherheitsprüfung ablegen und bestehen. Diese Prüfung sollte auf Kenntnissen und Vorgehensweisen in Bezug auf Wetterinformationen, Lawinenwarnungen und Prävention sowie die Meldung von Notfällen basieren (inkl. die Speicherung lokaler Notrufnummern im Mobiltelefon, etc.). Eine solche Prüfung sollte eigentlich in jeden Ausbildungskurs für Skilehrer auch der mittleren Stufe eingebaut werden.
Wir sind dafür, dass für extremes Off-piste fahren eine strengere Sicherheitsprüfung verlangt wird; aber ausschliesslich dafür. Für diese Kategorie sollte eine striktere und gründlichere Prüfung rund um die Sicherheit vorgeschrieben werden. Nebst den oben aufgelisteten Bereichen sollte die Prüfung ebenfalls Schnee- und Lawinenkunde in Theorie und Praxis, den Gebrauch von Rettungsausrüstung und -geräten, Fremdsprachenkenntnisse (nur für die nötige Kommunikation bei Notfällen sowie grundlegende Terminologie für den Unterricht), Orientierung (Kartenlesen, Kompass, etc.) und Erste Hilfe beinhalten.
4. ISIA MINIMUMSTANDARD
Siehe übrige Tagesordnung dieser Sitzung.
Bleiben wir auf dem Boden der Tatsachen: Skiunterricht ist keine Atomwissenschaft, sondern eine berufliche Tätigkeit im Freien, die vielen jungen Menschen Freude und Spass vermittelt. Also lasst uns nicht Stunden, Pflichten und Einschränkungen überbewerten und vermeiden wir unnötige hohe Schranken.
Der Eurotest bezweckt NICHT - IN KEINER WEISE - die öffentliche Sicherheit, WEDER ist er im Interesse der nichtalpinen Länder (Skandinavien, Beneluxstaaten, Osteuropa).


